So funktioniert Sharingjobs

Stellen Sie sich vor, Unternehmen würden ihre Leute bei zu wenig Arbeit nicht entlassen, sondern anderen Unternehmen ausleihen, die gerade viel Arbeit haben. Sharingjobs gibt Unternehmen die Möglichkeit, sich für das Mitarbeiter-Sharing zu vernetzen. So können Unternehmen Flauten überbrücken oder Peaks glätten und gleichzeitig ihre soziale Verantwortung wahrnehmen.

 

Mitabeitende ausleihen statt entlassen

Sharingjobs ist eine kostenlose Vernetzungsplattform für Unternehmen aller Branchen, über die sie einander bei Engpässen bzw. Überkapazitäten Mitarbeitende ausleihen können.

Unternehmen, die wenig Arbeit haben, können die Flaute überbrücken, indem sie ihre freien Kapazitäten ausschreiben und ihre Mitarbeitenden in einem Unternehmen unterbringen, das gerade viel Arbeit hat. Unternehmen, die aktuell viel Arbeit haben, können den Peak glätten, indem sie ihre Arbeitsstellen ausschreiben und zwischenzeitlich mit Mitarbeitenden aus einem anderen Unternehmen besetzen.

Sie wollen gleich starten? Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie mit Ihrem Kooperationspartner klären sollten.

 

So funktioniert Sharingjobs – ein Beispiel:

Die Druckerei Sponagel, hat im Moment wenig Aufträge. Einen Mitarbeiter aus der Weiterverarbeitung kann sie im Moment nur noch zu 40 Prozent beschäftigen. Der Druckerei Sponagel liegen ihre Mitarbeitenden am Herzen – Entlassungen sind keine Option. Sie spricht sich mit dem Mitarbeiter aus der Weiterverarbeitung ab, der begeistert ist von der Idee, für die Dauer der Flaute bei einem anderen Unternehmen unterzukommen.

Die Druckerei Sponagel schreibt ihre freien Kapazitäten auf dem Marktplatz von Sharingjobs aus: «Wir haben freie Kapazitäten im Bereich der Weiterverarbeitung.» Sie beschreibt  die Fähigkeiten und die Berufserfahrung des Mitarbeiters: Erfahrung in der Spedition, flexibel bezüglich Arbeitszeiten, Fahrausweis Kategorie C, körperliches Arbeiten gewohnt.

Der Online-Händler Lightspeed, hat einen Engpass im Lager. Die Lieferungen stapeln sich, und es drohen Verzügerungen bei Kundenbestellungen.

Er sieht das Inserat der Druckerei Sponagel mit Sitz in seiner Nachbarstadt. Die Beschreibung des Mitarbeiters passt zu den Anforderungen, die er an seine Lagermitarbeitenden hat. Per Telefon nimmt er Kontakt auf mit der Firma Sponagel. Die beiden sprechen sich ab, und der Druckereimitarbeiter tritt zu einem Probearbeiten im Lager von Lightspeed an.

Nach dem erfolgreichen Probetag treffen die beiden Firmen eine Kooperationsvereinbarung: Der Mitarbeiter aus der Weiterverarbeitung wird einen Monat im Lager des Online-Händlers aushelfen, jeweils drei Tage pro Woche. Er wird weiterhin von der Druckerei entlohnt. Der Online-Händler zahlt der Druckerei eine marktübliche Lohnentschädigung für die Dauer der Kooperation.

Der Online-Händler kann so seinen Peak glätten und seine Kundenbestellungen fristgerecht liefern. Die Druckerei überbrückt ihre Flaute, ohne Stellen abbauen zu müssen. Der Druckerei-Mitarbeiter behält seinen Job und Lohn hat für die Dauer der Flaute eine Beschäftigung bei einem anderen Unternehmen.

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Checkliste: Was Sie vor der Kooperation klären sollten

  • Ist der oder die Mitarbeitende mit der Ausleihe einverstanden?
  • Sind den Mitarbeitenden die Vorteile einer Ausleihe bekannt?
  • Wie lange soll die Kooperation dauern?
  • In welchem Pensum arbeitet der Mitarbeitende beim Kooperationspartner?
  • Welche Arbeiten erledigt der Mitarbeitende für den Kooperationspartner?
  • Wie halten Sie Ihre Kooperationsvereinbarung fest? Gibt es einen Kooperationsvertrag?
  • Wie hoch ist die Entschädigung?